Panatec ist eine neu entwickelte, patentierte antimikrobielle Technologie zur Verbesserung der Pansenfunktion. Der Wirkmechanismus wurde in Zusammenarbeit mit der irischen Universität Galway, eine der weltweit führenden Forschungsanstalten für Wiederkäuer entwickelt.

Panatec wurde in erster Linie für laktierenden Milchkühe entwickelt und erhöht die Menge an verfügbarer Energie im Pansen.

Diese völlig neue Technologie reduziert die Gefahr einer subklinischen Azidose und der daraus resultierenden Negativen Energiebilanz. Auch bei sehr großen Anteilen hochverdaulicher Komponenten in der Ration nehmen die frischlaktierenden Kühe mit Appetit große Mengen Grundfutter auf.

  • Panatec soll ab 10 Tagen vor der Geburt eingesetzt werden, um die Umstellung in der Transitphase zu erleichtern.
  • Panatec soll in den ersten 21 Laktationstagen eingesetzt werden, um eine bessere Futteraufnahme und Verwertung zu gewährleisten und dadurch die Gefahr einer NEB zu minimieren.
  • Panatec soll in den ersten 90 Laktationstagen eingesetzt werden, um durch die bessere energetische Versorgung stärkere Brunstsymptome auszulösen und dadurch einen besseren Besamungserfolg zu gewährleisten.
  • Panatec kann während der gesamten Laktation gefüttert werden, um die Kühe bei besserer Körperkondition zu halten und höhere Milchmengen und Inhaltsstoffe zu realisieren.

Neue patentierte Technologie

WAS BEWIRKT PANATEC?

Bisher wurden alkalische Puffersubstanzen, die auf Na-Bicarbonat oder Ca basieren eingesetzt, um den PH-Wert im Pansen im gewünschten Bereich zu halten.

Panatec optimiert die Pansenfunktion auf eine völlig andere Art und Weise: Durch eine neue antimikrobielle (nicht-antibiotische) Technologie werden diejenigen Mikroben, die sich bei einer Azidose rasant vermehren und Milchsäure produzieren gezielt ausgeschaltet.

Diese Veränderung der Mikroflora im Pansen führt zur Wiederherstellung des optimalen Pansenmikrobioms. So wird der PH-Wert im gewünschten Bereich von ca. 6,5 gehalten und eine schnelle und effektive Verwertung des Futters gewährleistet.

NEGATIVE ENERGIEBILANZ UND FRUCHTBARKEIT

Die Energiebilanz einer Kuh spielt eine Schlüsselrolle in Bezug auf effektive Milchproduktion und Fruchtbarkeit. Negative Energiebilanz (NEB) ist ein verbreitetes Problem das auftritt, wenn der Energie-Output (Milchleistung) größer ist als die tatsächlich aufgenommene Energie. Der Organismus der Kuh registriert dieses Missverhältnis und reagiert mit verminderter Fruchtbarkeit.

Transit-phase und Frühlaktation sind DIE Perioden mit dem größten Risiko einer NEB. Die erhöhten Anforderungen, gekoppelt mit einer üblicherweise niedrigeren Trockenmasseaufnahme verschärfen dieses Problem. Dieses Ungleichgewicht führt zu einer späteren ersten Ovulation post-partum und zu schlechteren Befruchtungsraten. Andere Folgen sind Fettleber, verminderte Milchleistung, ein geschwächtes Immunsystem, Ketose, verminderte Hormonproduktion etc.

Die NEB wird durch eine metabolische Azidose massiv verschärft. Eine Vermeidung der Pansenazidose verbessert die Futterverwertung- und aufnahme dramatisch und sorgt so für ein reduziertes Risiko einer hohen NEB.

AZIDOSE BEI MILCHKÜHEN

Die Pansenazidose ist eine Stoffwechselstörung bei Wiederkäuern die durch einen stark abfallenden PH-Wert (unter 5,8) gekennzeichnet ist. Bei PH-Werten zwischen 5,2 und 5,8 spricht man von einer subakuten Azidose. Diese wird häufig von einem hohen Anteil schnell verdaulicher Kohlenhydrate in der Ration verursacht. Milchsäurebakterien wie Lactobacilli oder Streptococci wandeln Stärke in Glukose um, die dann zu Milchsäure metabolisiert wird.

Durch die Übersäuerung können die für die Verdauung wichtigen Mikroben im Pansen absterben, wodurch das Futter schlechter verwertet wird. In weiterer Folge treten verschiedene subklinische und klinische Symptome und Folgeerkrankungen auf: Eine der häufigsten ist die Ketose. In weiterer Folge kommt es zu Koliken, Durchfällen, Lahmheiten, Abfall der Milchleistung, Fruchtbarkeitsstörungen und Leberabszessen.